Die erste Bemerkung eines meiner neuen Nachbarn auf meine Aussage, ich wäre gestern noch kurz laufen gewesen, lautete sinngemäß: “Du läufst? Bei dem Wetter? Ich krieg’ da immer so Achselnässe…”. Zum Glück habe ich das Augenzwinkern bemerkt, und es stellte sich heraus, dass sowohl er als auch weitere NachbarInnen mehr oder regelmäßig das Laufbein schwingen.
Ich widmete mich also meiner eigentlichen Arbeit (Fußboden renovieren, wir erinnern uns), und hatte soeben den Küchenboden halb fertig geölt, da standen zwei meiner neuen Nachbarn in der Terrassentür: “Wir grillen nachher, und du bist dabei!” Ich war natürlich hoch erfreut, mal etwas anderes als Müsli und Toast zwischen die Zähne zu bekommen. Doch dann war da ja noch meine tägliche Laufeinheit.
/Nach/ der kleinen Grillveranstaltung noch zu laufen, war ausgeschlossen, denn Grillen ohne Biertrinken geht ja nunmal nicht. Ich stand also vor der Challenge, den Fußboden noch fertig zu ölen, und noch eine kleine Laufrunde zu absolvieren. Zugute kam mir dabei die Definition der Laufserie:
Man muß täglich mindestens 1,6 Km am Stück in der Zeit zwischen 00:00 – 23:59 Uhr ohne technische Hilfsmittel laufen. Regeln für ‘Täglich Läufer’ – streakrunner.de
Ok, das sollte zu machen sein. Ich muss also nicht jeden Tag mindestens 45 Minuten laufen, um meine offizielle Serie zu halten. Also: Nicht lange gefackelt, den Restfußboden fertig geölt, ab in die Laufklamotten, loslaufen, zurückkommen, duschen und an den gedeckten Tisch gesetzt (“willste ‘n Flensburger Pilsener oder ‘nen Wein?”). Hat mich insgesamt ca. eine Stunde gekostet. Und das passte genau, denn der Grill musste ja noch angeworfen werden.
Fazit: 15:54 Minuten, 2,53km, 6:17 Min./km
(Ach so: Ich habe danach um ca. 23:30 bzw. 3 Pils später noch einen weiteren Boden geölt…)

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