Auf der Suche nach einem korrekten Schuh im mittleren Preissegment bin ich wieder einmal bei New Balance gelandet. Ich wollte einen leichten Trainingsschuh, überwiegend für die Straße bzw. asphaltierte Strecken.
Darüberhinaus sollte dieser gewissen sozialen Standards genügen und idealerweise auch noch vegan sein. Die Auswahl wird dann schnell sehr übersichtlich, möchte man nicht soviel Geld investieren. Lunge oder Bär wären da sicher gute Alternativen (gibt es die noch?). Preislich würden diese aber eher aus meinem Rahmen fallen.
New Balance sollten es also sein. Made in UK, das Modell meiner Wahl (MR759SR) jedenfalls, und laut Webseite hat die Firma einen Code of Conduct. Leder sucht man bei dem Schuh vergeblich – das ist ja schonmal etwas. Wie es allerdings bei den verwendeten Klebstoffen aussieht, entzieht sich meiner Kenntnis. Insgesamt scheint der Schuh meinem Ideal aber ziemlich nahe zu kommen.
Also geht es an die Bestellung bei Laufbar, ein Shop, der mir von Joggen Online empfohlen wurde. Die Größe übernehme ich von meinen uralten NBs. Als ich das neue Paar dann kurze Zeit später in den Händen halte, bin ich schon hin und weg. So leicht! Also: Nichts wie angezogen die Treter und los. Die Schuhe haben eine für meine Verhältnisse relativ große Zehenbox, ich kann mir auch gut vorstellen, 30+ km damit zurückzulegen. Ich werde bei gegebenem Anlass darüber berichten.
Seither bin ich einige Wochen ausschließlich mit den NB gelaufen. Erst mit Wintereinbruch habe ich dann wieder meine bewährten Trailschuhe hervorgekramt, wobei es sicher auch mit Schneeketten keine Probleme geben sollte.
Hier schildere ich mal meine Eindrücke der ersten Tage mit dem New Balance MR759SR:
Tag 1
Trotz geringer Dämpfung “Waldboden-Feeling”. Passen wie angegossen. Oder doch zu schwammig? Oder nicht eng genug geschnürt? Dennoch federe ich den Berg hoch. Strecke: teils Wald, teils Radweg.
Tag 2
Brötchen holen. Waldboden, wird mein nächster trailschuh auch ein NB?
Tag 3
Schon dran gewöhnt. 5km locker gelaufen. Wie wird sich wohl der erste >90-Minuten-Lauf anfühlen…?
Tag 4
Zum Radfahren taugt er auch ganz gut. Also auf ‘nem normalen Rad, keiner Rennmaschine mit Klickpedalen, versteht sich.
Tag 5
Auch nach 9 Stunden Arbeiten und 4 Stunden Autofahren nochmal zum Ausklang des Tages 6km locker gelaufen. Nach 3 Stunden ohne etwas zu essen wurde mir nach 30 Minuten schlecht. Was aber nicht an den Schuhen lag.
Tag 6+7
Laufen bei Reifglätte. Hui…! Eindeutig ein Sommer- jedenfalls kein Winterschuh. Nässe von oben geht ebenfalls sofort durch, wie auch Dornen. Aber das Mesh selbst ist stabil. Und ich wollte ja auch einen straighten Straßenlaufschuh ohne Schnickschnack.
Fazit: Sehr empfehlenswert!

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